Spondylodese-Selbsthilfegruppe Mittelmosel-Eifel e.V.

Was ist Spondylodese?

 

Spondylodese ist eine operative Wirbelsäulenversteifung. Unterschiedliche Erkrankungen können eine solche Operation erfordern, wie z.B. Instabilität auf Grund von Wirbelgleiten oder nach Bandscheibenoperation, Skoliose und Unfallfolgen. 

 

Bei der Operation werden bestimmte Wirbelsäulenanteile durch Entfernung der Bandscheiben und Auffüllung der Zwischenwirbelräume versteift. Diese werden i.d.R. mit körpereigenem Knochen aus dem Beckenkamm und sog. Käfigen (Cages) aus Titan oder Carbon aufgefüllt. Am häufigsten werden die beiden unteren Etagen der Lendenwirbelsäule versteift. 

 

Die Operationstechnik ist sehr unterschiedlich, so kann die Operation vom Rücken, von der Seite oder vom Bauch aus erfolgen. Die Operation kann unter bestimmten Voraussetzungen auch in Kombination mit einer Bauchspiegelung als sog. "minimal invasiver Eingriff" erfolgen. In der Regel erfolgt die Spondylodese" mit Reposition", d.h. dass die normale Anatomie soweit wie möglich wieder hergestellt wird. 

 

Im Falle eines Wirbelgleitens bedeutet diese, dass ein Gleitwirbel anschließend wieder in einer Reihe mit den anderen Wirbeln steht. Das erzielte Korrekturergebnis wird in der Regel über ein Schrauben-Stab-System gesichert. Dieser sog. Fixateur interne wird teilweise im Knochen verankert und verbleibt entweder über mehrere Monate oder auf Dauer im Körper. 

 

Wichtige spezifische Komplikationen sind neben Nervenschädigung die ausbleibende Versteifung, welche insbesondere bei ungünstiger Platzierung des Fixateur interne (und hier insbesondere der Schrauben im Wirbelbogen) auftritt.